Theater
"Lord Arthurs Verbrechen" - Kriminalkomödie in 3 Akten nach einer Novelle von Oscar Wilde - dramatisiert von Constance Cox.
Eine brillante Komödie im typischen Stil Oscar Wilde’s. Angesiedelt im ausgehenden 19.Jhdt., spiegelt sie kritisch die Dekadenz der oberen Gesellschaftsschicht. Wenn auch etwas überzogen dargestellt, aber deshalb umso wirkungsvoller in der Aussage, verfällt man unweigerlich dem Charme der Worte, den spritzigen Dialogen und der fast grotesken und kuriosen Situationskomik. Ein Stück voll Amusement, geschaffen für beste, niveauvolle Unterhaltung. Schwer vorstellbar, dass jemand nach der Vorstellung nicht heiter-beschwingt, voll guter Laune nach Hause geht.
Kurz zum Inhalt:
Der junge, reiche, aber nicht allzu intelligente Lord Arthur steht kurz vor seiner Heirat mit Sybil. Um ganz sicher zu gehen, dass die Ehe ihrer Tochter auch wirklich glücklich wird, verlangt Sybil’s strenge Mutter von ihm, sich von einem – zur Zeit in der Gesellschaft herumgereichten und offensichtlich sehr treffsicheren „Chiromantisten“ - aus der Hand lesen zu lassen. Dieser versichert zunächst auch, dass kein Makel, weder in der Vergangenheit, noch in der Zukunft zu sehen ist. Allerdings gesteht er Lord Arthur später, auf dessen Drängen, etwas „Schreckliches“ gesehen zu haben: unvorstellbar, aber Lord Arthur wird irgendwann einen Mord begehen. Zutiefst betroffen, aber um das Glück seiner Ehe nicht zu gefährden, beschließt er, mit Hilfe seines Butlers, dieses unerfreuliche Ereignis so schnell wie möglich hinter sich zu bringen, also noch vor der Hochzeit. Aber ….!? Und … was sonst noch alles passiert, soll und darf nicht verraten werden.
